Vermessung 

Wenn in der industriellen Bildverarbeitung von einer Vermessung die Rede ist, verbirgt sich meist ein sehr komplexes Hardware-System hinter der Realisierung. Das beginnt bereits bei der Art der Beleuchtung und deren Wellenlänge. Licht verhält sich an Objektkanten, die für eine optische Vermessung die wichtigsten Merkmale sind, je nach Bauart und Lichtfarbe sehr verschieden. Um möglichst genau zu messen, benötigt man telezentrisches Licht, das im Gegensatz zu einfachen Lichtquellen mit kugel- oder kegelförmigem Lichtaustritt ein charakteristisches paralleles Strahlenbündel besitzt. Dadurch können Objektkanten wesentlich genauer im digitalen Bild abgelichtet werden und es entstehen keine Unschärfeeffekte. Dafür wird jedoch noch eine (doppelt) telezentrische Optik benötigt, die diese parallelen Lichtstrahlen auch aufnehmen kann.
Für eine möglichst genaue Messung ist zusätzlich die Auflösung des Sensors relevant. Als Faustregel dient der Richtwert etwa 5mal höher aufzulösen als man sein Messergebnis genau bestimmen möchte.
Da man im digitalen Bild jedoch zunächst nur in Pixeln rechnet, ist beim Aufbau einer optischen Vermessung meist eine Kalibirierung des Kamerasystems von Nöten, die es anschließend erlaubt in Millimetern oder einer anderen Skalierung der realen Welt zu messen.